| Parameter | Empfehlung |
|---|---|
| Perfusionstechnik | Geschlossener Thorax ("closed chest") nach möglichst kompletter Zytoreduktion |
| Perfusionstemperatur | Ziel ca. 42 °C an der Ausflussdrainage, homogener Temperaturverlauf im Hemithorax |
| Perfusionsdauer | Standard 60 min; kürzere Zeiten vermeiden, Verlängerung auf 90 min nur in Ausnahmefällen |
| Basis-Chemotherapeutikum | Cisplatin als Standard; ggf. Kombination mit weiteren Substanzen nach Entität/Hausprotokoll |
| Maximale Cisplatin-Dosis | Obergrenze 225 mg/m² Körperoberfläche nicht überschreiten |
| Perfusatvolumen (Thorax) | In der Praxis häufig ~4 L, obere Grenze etwa 6 L; Dokumentation der Konzentration erforderlich |
| Temperaturkontrolle | Messung an mindestens zwei intrathorakalen Stellen (Ein- und Ausfluss), Protokollierung im OP-Bericht |
45 Hypertherme intrathorakale Chemotherapie (HITOC)
Erstellt: 12.11.2025
Autoren: T. Jäger | J. Hutter | M. Lechner | K. Emmanuel
Konsentiert:
Letzte Änderung: 12.11.2025
Zuletzt bearbeitet von: T. Jäger
Version: 2.0.1
HITOC = intraoperative, regionale Chemotherapie des (Hemi-)Thorax mit erhitzter Perfusionslösung nach möglichst kompletter Zytoreduktion pleuraler Tumoren. Ziel ist eine bessere lokale Tumorkontrolle und ein potenziell verlängertes Gesamtüberleben beim malignen Pleuramesotheliom, pleural metastasiertem Thymom/Thymuskarzinom und ausgewählten sekundären Pleurakarzinosen [1–9].
45.1 Indikation & Kontraindikation
45.1.1 Indikationen (immer interdisziplinär im Thorax-Tumorboard)
- Malignes Pleuramesotheliom (MPM)
- Thymom / Thymuskarzinom mit pleuraler Aussaat (Stadium IVa)
- Sekundäre Pleurakarzinose
- Weitere seltene Entitäten (z. B. Sarkome mit pleuraler Aussaat)
- Nur nach interdisziplinärer onkologischer Diskussion und mit klar definierter Zielsetzung (z. B. Symptomkontrolle, lokale Kontrolle bei begrenzter Tumorlast).
45.1.2 Kontraindikationen (Auswahl)
- Onkologische Konstellation
- Fernmetastasen oder nicht kontrollierbare extrathorakale Manifestationen.
- Diffuse, nicht zytoreduzierbare Pleurabeteiligung ohne Chance auf makroskopische Tumorresektion.
- Sarkomatoides MPM (sehr ungünstige Prognose, kein klarer Nutzen belegt).
- Fernmetastasen oder nicht kontrollierbare extrathorakale Manifestationen.
- Patient:innenbezogene Faktoren
- Schwer eingeschränkter Allgemeinzustand (z. B. erhebliche funktionelle Limitation, Frailty) trotz optimaler Supportivtherapie.
- Ausgeprägte Niereninsuffizienz oder andere Konstellationen, die eine Cisplatin-Gabe nicht erlauben.
- Dekompensierte Herzinsuffizienz, schwere pulmonale Hypertonie oder andere Kontraindikationen für große thoraxchirurgische Eingriffe.
- Schwer eingeschränkter Allgemeinzustand (z. B. erhebliche funktionelle Limitation, Frailty) trotz optimaler Supportivtherapie.
- Organisatorische Rahmenbedingungen
- Fehlen eines standardisierten HITOC-Protokolls (inkl. Schutzmaßnahmen) und mangelnde Erfahrung mit komplexer Thoraxchirurgie.
- Kein Zugang zu Intermediate-/Intensivtherapie mit engmaschiger hämodynamischer und nephrologischer Überwachung.
- Fehlen eines standardisierten HITOC-Protokolls (inkl. Schutzmaßnahmen) und mangelnde Erfahrung mit komplexer Thoraxchirurgie.
45.2 Präoperative Vorbereitung
- Staging & Tumorboard
- Kontrastmittel-CT Thorax/Abdomen (ggf. PET-CT) zur Beurteilung von Tumorstadium, Resektabilität und Fernmetastasen.
- Verpflichtende Vorstellung im interdisziplinären Thorax-Tumorboard (Thoraxchirurgie, Pneumologie, Onkologie, Radioonkologie, Radiologie, ggf. Pathologie).
- Kontrastmittel-CT Thorax/Abdomen (ggf. PET-CT) zur Beurteilung von Tumorstadium, Resektabilität und Fernmetastasen.
- Allgemeine präoperative Abklärung
- Detaillierte Lungenfunktionsdiagnostik (Spirometrie, DLCO) und ggf. Belastungstest (z. B. Spiroergometrie) analog zu anderen großen Thoraxoperationen.
- Kardiologische Risikostratifikation bei Risikopatient:innen (EKG, Echo, ggf. erweiterte Diagnostik).
- Standardlabor inkl. Elektrolyte, Kreatinin/eGFR, Leberwerte, Gerinnung, Blutbild.
- Detaillierte Lungenfunktionsdiagnostik (Spirometrie, DLCO) und ggf. Belastungstest (z. B. Spiroergometrie) analog zu anderen großen Thoraxoperationen.
- Cisplatin-Spezifika
- Perioperative Maßnahmen
- Thromboseprophylaxe entsprechend S3-VTE-Leitlinie für große thoraxchirurgische Eingriffe.
- Blutgruppenbestimmung, Kreuzblut (abhängig vom Ausmaß der geplanten Resektionen).
- Aufklärung über:
- Thromboseprophylaxe entsprechend S3-VTE-Leitlinie für große thoraxchirurgische Eingriffe.
CAVE: Nierenprotektion!
- Präoperative Optimierung des Volumenstatus
- Strenge Indikationsprüfung bei grenzwertiger Nierenfunktion
- Verbindliches Hydratations-/Nephroprotektion-Schema im OP-Plan dokumentieren
45.3 Material & Instrumente
- Standardausrüstung für offene oder videoassistierte Thoraxchirurgie (Thorakotomie-Set bzw. VATS-Instrumentarium, Klammernahtgeräte, Rekonstruktionsmaterial für Zwerchfell/Perikard).
- Perfusionssystem
- Rollerpumpe mit Wärmetauscher und Reservoir, meist analog zu HIPEC-Systemen.
- Geeignete Schläuche und Konnektoren zur dichten Verbindung mit Thoraxdrainagen.
- Rollerpumpe mit Wärmetauscher und Reservoir, meist analog zu HIPEC-Systemen.
- Thoraxdrainagen
- Mindestens 2–3 großlumige Drainagen (z. B. 24–28 Ch):
- 1–2 Drainagen basal (Ein- und Ausfluss)
- ggf. zusätzliche apikale Drainage zur Luft-/Flüssigkeitsableitung.
- 1–2 Drainagen basal (Ein- und Ausfluss)
- Mindestens 2–3 großlumige Drainagen (z. B. 24–28 Ch):
- Monitoring & Sensorik
- Intrathorakale Temperatursonden an mindestens zwei Positionen (Einfluss- und Ausflussbereich).
- Standardmonitoring mit arterieller Druckmessung, zentralem Venendruck (je nach Protokoll).
- Intrathorakale Temperatursonden an mindestens zwei Positionen (Einfluss- und Ausflussbereich).
- Chemotherapeutika
- Personalschutz
- Doppelte, chemoresistente Handschuhe.
- Flüssigkeitsdichter Kittel, Schutzbrille/Visier.
- Geschlossene Sammelbehälter für Perfusat und Drainagesekret.
- Doppelte, chemoresistente Handschuhe.
45.4 Anästhesie & Lagerung
- Anästhesieverfahren
- Allgemeinanästhesie mit Doppellumentubus zur Einlungenventilation.
- Epiduralkatheter oder alternatives Regionalanästhesieverfahren (z. B. Paravertebral-/Erector-spinae-Block) zur postoperativen Analgesie.
- Invasives Monitoring (arterielle Kanüle, ggf. ZVK) wegen Volumenlast, Temperaturänderungen und möglicher hämodynamischer Instabilität.
- Allgemeinanästhesie mit Doppellumentubus zur Einlungenventilation.
- Lagerung
- Standardmäßig Seitenlage wie bei Pleurektomie/Dekortikation oder EPP.
- Sorgfältige Polsterung; einfache Umlagerbarkeit des Thorax (z. B. leichte Kippung) zur Optimierung der Perfusionsverteilung bei laufender HITOC.
- Standardmäßig Seitenlage wie bei Pleurektomie/Dekortikation oder EPP.
- Intraoperative Besonderheiten
- Aktive Temperaturkontrolle (z. B. Oberkörperdecke, Wärmemanagement) zur Vermeidung einer überschießenden systemischen Hyperthermie.
- Engmaschige Bilanzierung von Flüssigkeitszufuhr, Diurese und Perfusat.
- Frühzeitige Kommunikation zwischen Anästhesie- und Chirurgieteam bezüglich Start, Temperatur, Fluss und Dauer der HITOC.
- Aktive Temperaturkontrolle (z. B. Oberkörperdecke, Wärmemanagement) zur Vermeidung einer überschießenden systemischen Hyperthermie.
45.5 OP-Technik / Schritte
45.5.1 1. Chirurgische Zytoreduktion
- Zugang über posterolaterale Thorakotomie oder VATS/Hybrid-Ansatz je nach Zentrum und Tumorausbreitung.
- Ziel: makroskopische Tumorresektion (R1 akzeptiert), z. B.
45.5.2 2. Vorbereitung der HITOC
- Einlage von mindestens zwei großlumigen Drainagen in definierten Positionen:
- basale Einlaufdrainage (z. B. dorsobasal)
- basale oder mittlere Auslaufdrainage (z. B. ventrobasal)
- optional weitere Drainage(n) apikal/mediastinal.
- basale Einlaufdrainage (z. B. dorsobasal)
- Sicherung der Drainagen (z. B. Tabaksbeutelnaht) zur Vermeidung von Leckagen.
- Thorax wird weitgehend luft- und flüssigkeitsdicht verschlossen (geschlossene Technik), während die Drainagen nach außen geführt sind.
45.5.3 3. Kopplung an das Perfusionssystem
- Anschluss der Drainagen an das Perfusionssystem mit dichten Konnektoren.
- Füllen des Systems mit auf ≈ 42 °C temperierter Trägerlösung (z. B. balancierte Elektrolytlösung) und Zugabe von Cisplatin (± weitere Substanzen) nach Körperoberfläche und Hausprotocol.
- Überprüfung der Flussrichtung (Ein- vs. Ausfluss), Druckverhältnisse und Temperatursonden.
45.5.4 4. Durchführung der HITOC
- Start der Perfusion nach standardisiertem Protokoll:
- Perfusionsdauer:
- Während der Perfusion:
- Regelmäßige Kontrolle von Blutdruck, Herzfrequenz, Kerntemperatur, Diurese.
- Ggf. Positionswechsel (leichte Kippung) zur Optimierung der Verteilung im Hemithorax.
- Regelmäßige Kontrolle von Blutdruck, Herzfrequenz, Kerntemperatur, Diurese.
45.5.5 5. Beendigung der Perfusion & Thoraxabschluss
- Abpumpen des Perfusates in geschlossene Sammelbehälter.
- Spülung der Thoraxhöhle mit warmer isotoner Lösung zur Verdünnung residualer Chemotherapie (nach Hausstandard).
- Abkoppeln des Perfusionssystems, belassen der Drainagen zur postoperativen Ableitung.
- Sorgfältige Hämostasekontrolle, Lungenreexpansion und definitiver Thoraxverschluss.
- Dokumentation von:
- verwendeten Substanzen und Dosen (mg/m²),
- Perfusatvolumen,
- Perfusionsdauer,
- Temperaturverlauf.
- verwendeten Substanzen und Dosen (mg/m²),
45.6 Standard-Parameter der HITOC-Perfusion
45.7 Intraoperative Komplikationen & Management
- Hämodynamische Instabilität
- Ursachen: Volumenverschiebung, Hyperthermie, systemische Vasodilatation.
- Management: Volumenoptimierung, Vasopressoren, ggf. Anpassung der Perfusionstemperatur/-flussrate, engmaschige invasive Druckmessung.
- Ursachen: Volumenverschiebung, Hyperthermie, systemische Vasodilatation.
- Systemische Hyperthermie
- Übermäßiger Anstieg der Körperkerntemperatur durch Wärmeübertrag aus dem Perfusat.
- Maßnahmen: Temporäre Senkung der Perfusionstemperatur, Oberflächenkühlung, ggf. Reduktion der Flussrate.
- Übermäßiger Anstieg der Körperkerntemperatur durch Wärmeübertrag aus dem Perfusat.
- Blutung
- Vor allem aus Dekortikationsflächen und Resektionslinien.
- Konsequente Hämostase vor Beginn der HITOC; ggf. revidierende Maßnahmen nach Perfusionsende.
- Vor allem aus Dekortikationsflächen und Resektionslinien.
- Lungenverletzungen / Luftleck
- Besonders bei ausgedehnter Dekortikation und bei pleuraerhaltenden Verfahren.
- Intraoperative Testung (Unterwasserprobe), ggf. zusätzliche Nähte oder Fibrinkleber; postoperativ konsequentes Drainagemanagement.
- Besonders bei ausgedehnter Dekortikation und bei pleuraerhaltenden Verfahren.
- Leckage des Perfusates in den OP-Raum
- Risiko bei undichten Konnektoren oder Drainageeintrittsstellen.
- Prävention: Dichte Verbindung, Tabaksbeutel-Nähte, regelmäßig visuelle Kontrolle.
- Im Ereignisfall: Sofortige Unterbrechung der Perfusion, Absaugen, Dekontamination nach Hausstandard, Meldung an Arbeitsschutz.
- Risiko bei undichten Konnektoren oder Drainageeintrittsstellen.
45.8 Postoperatives Management
- Überwachungsniveau
- Üblicherweise IMC-/Intensivstation für mindestens 24 h.
- Fortgesetztes invasives Monitoring (Art. Blutdruck, ggf. ZVK), stündliche Bilanzierung.
- Üblicherweise IMC-/Intensivstation für mindestens 24 h.
- Nierenfunktion & Flüssigkeitsmanagement
- Schmerztherapie & Atemtherapie
- Nutzung der Anlage (Epidural-/Regionalblock) für frühe Mobilisation und effektive Atemtherapie.
- Respiratorische Physiotherapie und Incentive-Spirale zur Vermeidung von Atelektasen.
- Nutzung der Anlage (Epidural-/Regionalblock) für frühe Mobilisation und effektive Atemtherapie.
- Thromboseprophylaxe
- Fortführung der pharmakologischen und mechanischen Prophylaxe analog zu anderen großen Thoraxoperationen.
- Drainagen & Personalschutz
- Drainagen bleiben typischerweise mehrere Tage belassen; Fördermenge, Luftleck und Qualität des Sekrets dokumentieren.
- Schutzmaßnahmen für Personal:
- Doppelte Handschuhe, flüssigkeitsdichter Kittel, Schutzbrille beim Manipulieren an Drainagen und Sammelbehältern
- Entsorgung des Drainagesekrets ausschließlich in geschlossenen Systemen
- Aufrechterhaltung dieser Maßnahmen für mindestens 48 h nach HITOC, da in dieser Zeit noch relevante Cisplatin-Konzentrationen im Sekret nachweisbar sein können [2, 4, 5].
- Doppelte Handschuhe, flüssigkeitsdichter Kittel, Schutzbrille beim Manipulieren an Drainagen und Sammelbehältern
- Drainagen bleiben typischerweise mehrere Tage belassen; Fördermenge, Luftleck und Qualität des Sekrets dokumentieren.
CAVE: Umgang mit Drainagesekret nach HITOC
- Drainagen nie offen in Beutel umhängen, sondern Sammelbehälter geschlossen halten.
- Schutzkleidung konsequent bis mindestens 48 h postoperativ einsetzen.
- Vorgehen im Hygiene-/Arbeitsschutzplan hinterlegen.
45.9 Nachsorge & Kontrolle
- Onkologische Nachsorge
- Erfolgt primär nach der Leitlinie der Grunderkrankung (MPM, Thymom/Thymuskarzinom, NSCLC etc.).
- In der Regel:
- Bildgebung (CT Thorax ± Abdomen) alle 3–6 Monate in den ersten 2 Jahren, anschließend in größeren Intervallen.
- Funktionelle Beurteilung (Lungenfunktion, Leistungsstatus).
- Bildgebung (CT Thorax ± Abdomen) alle 3–6 Monate in den ersten 2 Jahren, anschließend in größeren Intervallen.
- Erfolgt primär nach der Leitlinie der Grunderkrankung (MPM, Thymom/Thymuskarzinom, NSCLC etc.).
- Spätkomplikationen
- Potenzielle Spätnephrotoxizität von Cisplatin → regelmäßige Kontrolle von Nierenfunktion und Blutdruck.
- Thoraxwand-/Pleuraschmerzen, postthorakotomisches Schmerzsyndrom → frühzeitige Schmerztherapie und ggf. Zuweisung in Schmerzambulanz.
- Restriktive Ventilationsstörung durch ausgedehnte Pleurektomie → pneumologische Mitbetreuung und strukturierte Lungensportprogramme.
- Potenzielle Spätnephrotoxizität von Cisplatin → regelmäßige Kontrolle von Nierenfunktion und Blutdruck.
- Prognostische Einordnung
- Kohorten- und Registerstudien zeigen bei ausgewählten Patient:innen mit epitheloidem MPM und pleural metastasiertem Thymom vielversprechende Überlebensdaten bei akzeptabler zusätzlicher Morbidität [2, 4–7, 9].
- Randomisierte Vergleiche „Zytoreduktion mit vs. ohne HITOC“ fehlen bislang; Patient:innen sollten über diese Unsicherheit aufgeklärt werden.
- Kohorten- und Registerstudien zeigen bei ausgewählten Patient:innen mit epitheloidem MPM und pleural metastasiertem Thymom vielversprechende Überlebensdaten bei akzeptabler zusätzlicher Morbidität [2, 4–7, 9].
45.10 Komplikationen & Prognose (Zusammenfassung)
45.10.1 Typische Komplikationen
- Frühkomplikationen
- Blutung, Luftleck, Pneumonie, respiratorische Insuffizienz.
- Rhythmusstörungen, hämodynamische Instabilität, Pleuraerguss.
- Akute Niereninsuffizienz (v. a. bei hohen Cisplatin-Dosen oder vorbestehender Nierenfunktionsstörung).
- Blutung, Luftleck, Pneumonie, respiratorische Insuffizienz.
- Spätkomplikationen
- Chronische Schmerzen im Operationsgebiet.
- Langfristige Einschränkung der Lungenfunktion.
- Potenzielle Spätnephrotoxizität, selten Zweitneoplasien (allgemeine platinhaltige Chemo-Risiken).
- Chronische Schmerzen im Operationsgebiet.
45.10.2 Prognose
- Bei geeigneter Patient:innenselektion (epitheloides MPM, Stadium IVa Thymom/Thymuskarzinom, lokal begrenztes NSCLC mit Pleuraeffusion) kann HITOC im Rahmen eines multimodalen Konzepts:
- Die additiven Risiken durch die Perfusion erscheinen bei standardisiertem Vorgehen und konsequenten Schutz-/Nephroprotokollen moderat; die Hauptmorbidität resultiert aus dem zugrunde liegenden großen thoraxchirurgischen Eingriff.
